{"id":11359,"date":"2025-03-17T22:01:00","date_gmt":"2025-03-17T21:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-schwerte.de\/?p=11359"},"modified":"2025-04-15T02:02:57","modified_gmt":"2025-04-15T00:02:57","slug":"kita-veranstaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-schwerte.de\/index.php\/kita-veranstaltung\/","title":{"rendered":"Kita-Veranstaltung mit Gr\u00fcnen Landtagsabgeordneter Eileen Woestmann &#8211; \u201eStatus Quo und Perspektive\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 17.3. fand im Parteib\u00fcro &#8222;GR\u00dcNFl\u00e4che&#8220; eine Veranstaltung mit der Landtagsabgeordneten Eileen Woestmann statt. Die Sprecherin f\u00fcr Kinder und Familie im Landtag NRW tauschte sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kita-Leitungen, Tr\u00e4gerorganisationen und dem Kitafachkr\u00e4fteverband \u00fcber die Zukunft der Kitas in NRW aus. Moderiert wurde die Runde von Maximilian Ziel, dem Schwerter B\u00fcrgermeisterkandidaten der Gr\u00fcnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn schilderte Eileen Woestmann die aktuelle Lage der Familienpolitik im Landtag NRW. Angesichts knapper Finanzen betonte sie die Notwendigkeit, die Verl\u00e4sslichkeit und Qualit\u00e4t der Betreuung in den Fokus zu r\u00fccken. \u201eFachkr\u00e4fte fallen nicht vom Himmel\u201c, stellte sie fest und verwies auf die Herausforderungen, die der Mangel an Personal und finanziellen Mitteln mit sich bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion kamen zahlreiche Fragen und Sorgen von den Anwesenden zur Sprache. So wurde thematisiert, wie Mittel aus dem Bundes-Sonderverm\u00f6gen zur Unterst\u00fctzung der Familienpolitik genutzt werden k\u00f6nnen. Woestmann rechnet damit, dass ein Teil dieser Mittel f\u00fcr Sprachkitas und die Umsetzung des Kita-Qualit\u00e4tsgesetzes zur Verf\u00fcgung gestellt wird, wies jedoch darauf hin, dass die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind und dies ohne Garantie f\u00fcr die Familien bleiben muss. Die anstehende Lockerung der Schuldenbremse bringe viel Unsicherheit in die Politik, auch auf Landesebene.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Frage, wie die Betreuungsqualit\u00e4t trotz finanzieller Engp\u00e4sse und Fachpersonalmangel gesichert werden kann, stellte Woestmann das Modell der 35-Stunden-Woche vor. Dieses sieht vor, dass sogenannte &#8222;Randzeiten&#8220; durch Zusatzkr\u00e4fte abgedeckt werden, um die Fachkr\u00e4fte zu entlasten. In diesem Zusammenhang wurde auch Teilzeitarbeit und die damit verbundenen Herausforderungen besprochen. Woestmann sprach sich f\u00fcr einen Kita-Index aus, der je nach Schwierigkeit der Rahmenbedingungen eine gestaffelte finanzielle Unterst\u00fctzung vorsieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Woestmann erkl\u00e4rte, dass es ein \u00dcberangebot an ausgebildeten Kinderpfleger*innen gebe, die jedoch nicht ausreichend in den Kitas eingesetzt werden. Die 35-Stunden-Woche sei keine Sparma\u00dfnahme, sondern eine Ma\u00dfnahme zur Flexibilisierung von Fachkr\u00e4ften. Wichtig sei jedoch, dass bei der Personalauswahl h\u00e4rtere Entscheidungen getroffen werden. Die Menschen, die die Fachkr\u00e4fte unterst\u00fctzen, k\u00f6nnen nicht die selbe Verantwortung tragen, wie qualifiziertes Fachpersonal. Positiv sieht sie, dass in NRW die fr\u00fchkindliche Bildung einen hohen Stellenwert hat, und ein schnellerer Quereinstieg in den Erzieherberuf m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage einer anwesenden Kita-Leitung zur neuen Personalverordnung erkl\u00e4rte Woestmann, dass integrative Kitas im LWL-Gebiet, zu dem auch Schwerte geh\u00f6rt, je nach Bedarf zus\u00e4tzliche Fachkr\u00e4fte erhalten. Zugleich wurde die Problematik bereits existierender &#8222;Randzeiten&#8220; diskutiert, die in vielen Kitas zu Personalengp\u00e4ssen und einer erschwerten \u00d6ffnungszeitenplanung f\u00fchren. Woestmann betonte, dass sobald finanzielle Mittel zur Verf\u00fcgung stehen, das Personal an die Realit\u00e4t in den Kitas angepasst werden m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p>Woestmann pl\u00e4dierte daf\u00fcr, verst\u00e4rkt nicht-p\u00e4dagogisches Personal f\u00fcr nicht-p\u00e4dagogische Aufgaben einzusetzen, um die Fachkr\u00e4fte zu entlasten. Oft blieben diese Aufgaben insbesondere an Frauen h\u00e4ngen, die f\u00fcr die Kitas Verantwortung \u00fcbernehmen, dadurch aber das unterfinanzierte System unterst\u00fctzen. \u201eIn einem M\u00e4nnerberuf w\u00e4re das nicht so\u201c, stellte Eileen Woestmann fest. Sie berichtete, dass viele Kitas eine sogenannte \u201ePool-L\u00f6sung\u201c gefunden haben, indem sie einen Hausmeister f\u00fcr mehrere Standorte einstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Bezug auf die Frage, wie man Menschen f\u00fcr den Beruf als Erzieher begeistern kann, verwies Woestmann auf die Imagekampagne &#8222;WTFuture&#8220;, die gezielt junge Menschen anspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich setzt sie sich f\u00fcr eine Ausbildungsoffensive ein, um dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegenzuwirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres gro\u00dfes Problem der Kitafinanzierung seien die Leitungen und Tr\u00e4ger mancher Kitas, die massive Personalkosten erzeugen und durch die Aufteilung in kleine Splittergruppen den b\u00fcrokratischen Prozess deutlich verlangsamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Diskussionsrunde endete mit der gemeinsamen Erkenntnis, dass die aktuelle Situation in den Kitas seit Jahrzehnten von Sparma\u00dfnahmen gepr\u00e4gt ist, da Investitionen in Soziales zwar auf lange Sicht sehr wertvoll sind, kurzfristig aber keinen messbaren Effekt haben und daher als reine Ausgaben gehandhabt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein vertiefendes Gespr\u00e4ch mit den Schwerter Kitas soll kl\u00e4ren, welche Verbesserungsm\u00f6glichkeiten vor Ort bestehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 17.3. fand im Parteib\u00fcro &#8222;GR\u00dcNFl\u00e4che&#8220; eine Veranstaltung mit der Landtagsabgeordneten Eileen Woestmann statt. 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